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Hauswein


Spitzenweine aus Sargans auf dem Schloss:

Das Rebgut des Eisenbergwerkes Gonzen liefert die Hausweine.

Das Rebgut des Eisenbergwerkes Gonzen


An den Hängen zum Gonzen wachsen seit über 80 Jahren auf einer Fläche von 4 Hektaren Reben, welche immer schon einen guten Wein ergaben. 1993 hat der Önologe Stefan Hörner hier das Zepter übernommen, seit dem ist die Qualität ständig gestiegen. Die Haupttraubensorte ist nach wie vor der Pinot Noir (Blauburgunder). Der Schlosswein "Gonzen Bergwerker Pinot Noir" ist ein typischer Wein, der sich als idealer Begleiter zu einer Fleisch- oder Käseplatte geradezu aufdrängt, zumal er aus dem Keller genommen und direkt genossen werden kann.
Mit rigoroser Mengenbeschneidung (ca. 600-800 g pro Quadratmeter) und dem gekonnten Ausbau in Eichenfässern ("Gonzen Bergwerker Selection" und "Gonzen Bergwerker Barrique") ist es Hörner gelungen, einen Wein zu schaffen, der manchem vornehmen Burgunder mehr als nur die Stange halten kann.
Eine Spezialität ist der "Gonzen Bergwerker Federweiss", wobei Federweiss nicht die Bezeichnung für eine eigene Traubensorte sondern für eine spezielle Kelterungsart ist. Er wird aus Blauburgunder-Trauben gekeltert, die sofort nach der Lese gepresst werden. Durch das Abpressen gelangt nur wenig Farbstoff aus der Beerenhaut in den farblosen Traubensaft. Auf diese Weise entsteht ein roséartiger, lachsfarbener Wein mit eleganten Fruchtaromen. Der Wein wirkt weich und durch seine gut eingebunde Säure erfrischend zugleich.
Neben dem traditionellen Blauburgunder macht Stefan Hörner aber auch Versuche mit anderen Rebsorten. So pflanzte sein Vorgänger 1992 Pinot Gris (Grauburgunder) an. Diese eigenständige Traubensorte ergibt edle Weissweine. Während der Vegetationszeit lassen sich Blauburgunder und Grauburgunder optisch nicht unterscheiden. Erst beim Weichwerden (ca. 20. August) erhält diese Weisswein-Traube ihre typische, bernsteinartige Farbe. Die Traubenqualität übertrifft die des Blauburgunders oft um einige Oechsle-Grade. Der Wein besticht durch seinen Duft und seine Nachhaltigkeit. Im Gaumen zeigt er sich angenehm weich und durch seine würzige Säure jugendlich frisch.
Hörners bisher letzter Streich ist die französische Traube "Sauvignon Blanc". Diese findet offensichtlich im Sarganserland hervorragende Bedingungen, denn der Wein ist schlicht sensationell. Er wirkt voll, extraktreich und erinnert im Duft an exotische Früchte. Leider stehen nur sehr beschränkte Mengen zur Verfügung.